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Alkohol

Man schätzt den Anteil der erwachsenen Bevölkerung mit Alkoholproblemen auf etwa 10%. Hierbei handelt es sich aber nicht immer um eine Alkoholabhängigkeit.

Die Probleme mit Alkohol reichen vielmehr von gelegentlichen Trinkexzessen (sog. binge drinking), über dauerhaft schädlichem Konsum bis hin zu einer Alkoholabhängigkeit.

Arbeitsuchende sind überdurchschnittlich häufig von Suchtmittelproblemen betroffen. Man geht davon aus, dass bis zu 20% und sogar bis zu 30% bei Personen unter 25 Jahren massive Suchtmittelprobleme haben. Leider vergehen im Durchschnitt 10 Jahre, bis eine Behandlung in Angriff genommen wird.

Gefährliche Trinkexzesse (Stichwort: Komatrinken) haben unter jungen Erwachsenen zugenommen, dadurch kommt es zu einem höheren Risiko von Unfällen, aggressiven Entgleisungen oder sexuellen Übergriffen. Der Übergang zum schädlichen Alkoholkonsum ist hierbei schleichend.

Von einem schädlichen Alkoholkonsum spricht man wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Wiederholter Alkoholkonsum, der zu einem Versagen bei der Erfüllung wichtiger Verpflichtungen bei der Arbeit, in der Schule oder zu Hause führt (z.B. wiederholtes Fernbleiben von der Arbeit oder schlechte Arbeitsleistungen in Zusammenhang mit Alkoholkonsum; Vernachlässigung von Kindern und Haushalt).
  • Wiederholter Alkoholkonsum in Situationen, in denen es aufgrund des Konsums zu einer körperlichen Gefährdung kommen kann (z.B. Alkohol am Steuer oder das Bedienen von Maschinen unter Alkoholeinfluss).
  • Wiederkehrende Problemen mit dem Gesetz in Zusammenhang mit Alkoholkonsum (z.B. Verhaftungen aufgrund ungebührlichen Betragens unter Alkohol).
  • Fortgesetzter Alkoholkonsum trotz ständiger oder wiederholter sozialer oder zwischenmenschlicher Probleme, die durch den Alkoholkonsum verursacht oder verstärkt werden (z. B. Streit mit dem Ehepartner über die Folgen der Intoxikation, körperliche Auseinandersetzung). Zudem dürfen nicht die Kriterien einer Alkoholabhängigkeit erfüllt sein.

Einen schädlichen Alkoholkonsum zu erkennen ist schwer, meist sehen die Betroffenen keinen Unterschied zwischen ihrem Alkoholkonsum und dem Konsum von anderen. 
Weiterhin herrscht oft die Sorge, dass man als Alkoholiker abgestempelt wird.

Die Kriterien für eine Alkoholabhängigkeit lauten:

  • Starker Wunsch oder eine Art Zwang bestimmte Substanzen zu konsumieren
  • Verminderte Kontrollfähigkeit bzgl. des Beginns, der Beendigung und der Menge des Konsums
  • Körperliches Entzugssyndrom (u.a. Zittern, Schweißausbrüche, Nervosität, Unruhe, Kopfschmerzen, Übelkeit) oder Substanzgebrauch mit dem Ziel, Entzugssymptome zu mildern
  • Toleranzentwicklung bezüglich Substanzwirkung (immer höhere Mengen von Alkohol, um die gewünschte Alkoholwirkung zu erlangen)
  • Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügen oder Interessen zugunsten des Alkoholkonsums (erhöhter Zeitaufwand Alkohol zu beschaffen, zu konsumieren oder sich von den Folgen zu erholen)
  • Anhaltender Alkoholkonsum trotz eindeutiger körperlicher und psychischer Folgen.

Die zielorientierte Suchtberatung verfügt über spezifische Beratungsangebote für diese unterschiedlichen Alkoholprobleme.

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