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Konzept

Unsere Beratungsangebote orientieren sich an folgenden 5 Prinzipien:

Aufgabe der zielorientierten Suchtberatung ist, die berufliche Leistungs- bzw. Arbeitsfähigkeit zu verbessern bzw. wiederherzustellen. Entsprechend verstehen wir Suchterkrankungen nicht nur als medizinische Krankheiten, sondern machen sie immer auch in ihren Beeinträchtigungen der Teilhabe von Betroffenen zum Gegenstand der Beratung. 

Durch die enge Anbindung an die MAIA ist eine Verzahnung aller Beratungsangebote mit Maßnahmen des Arbeitsmarktes gewährleistet.

Unsere Beratungsziele und Vorgehensweisen unterscheiden sich je nach Suchtmittel: 

  • beim schädlichen Alkoholkonsum konzentrieren sich die Maßnahmen auf das Erlernen eines risikoarmen Konsums (kein Alkohol in kritischen Risikosituationen).
  • Beim Vorliegen einer Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit wird es vorrangig um die Einleitung einer Entgiftung und Entwöhnungsbehandlung gehen.
  • Wenn ein Klient drogensubstituiert ist, stehen die Reduktion von Beikonsums und die soziale Integration im Mittelpunkt.
  • Erfolgreich behandelte Abhängige unterstützen wir bei der Stabilisierung der Abstinenz und der sozialen Integration.
  • Beim Vorliegen pathologischen Glücksspielverhaltens wird der Schwerpunkt der Beratung in der Planung weiterführender Behandlung und die Koordination und Umsetzung weiterer Maßnahmen (z.B. Schuldnerberatung) liegen.

Wir beschränken uns auf die Anwendung evidenzbasierter Ansätze auf einer verhaltensmedizinischen Grundlage. Zur Sicherung der Prozessqualität werden folgende Instrumente eingesetzt: 

  • Standardisierte Eingangsdiagnostik aller Probanden
  • Engmaschige Supervision anhand von Videoaufnahmen von Einzel- oder Gruppentherapiesitzungen.
  • Routinemäßige Vorgabe eines Zufriedenheitsfragebogens am Ende des Beratungs- bzw. Behandlungsprozesses.

Zur Überprüfung der Ergebnisqualität werden folgende Instrumente eingesetzt:

  • Messung der Beratungs- bzw. Behandlungseffekte durch den Vergleich der Ergebnisse der Eingangsdiagnostik mit einer standardisierten Abschlussdiagnostik
  • Routinemäßige Durchführung einer 1-Jahreskatamnese aller betreuten Probanden
  • Jährliche schriftliche Befragung aller Kooperationspartner.

Um möglichst vielen Klienten die Möglichkeit einer zeitnahen Beratung zu geben, wird nach Erarbeiten einer individuellen Zielsetzung die Teilnahme an unterschiedlichen Gruppen (Modulen) angeboten. Durch die Umsetzung in Gruppen werden außerdem zusätzlich motivationale Kräfte innerhalb einer Gruppe genutzt.

Wir streben dabei eine möglichst engmaschige Terminierung an, um durch einen zeitlich überschaubaren Beratungsprozess eine Verzahnung mit Maßnahmen des Arbeitsmarktes planbar und umsetzbar zu machen.

Alle unsere Beratungsangebote liegen in manualisierter Form vor. Dadurch wird eine vergleichbare Arbeit innerhalb der vier Beratungsstellen erreicht und es liegt eine transparente Arbeitsform z.B. gegenüber den Mitarbeitern der MAIA vor. Ferner haben wir für alle Module für die Klienten Teilnehmermaterialien entwickelt, die eine Beratung und Behandlung über die eigentliche Gruppenzeit transportieren und dadurch die Eigenverantwortung des Klienten stärken.

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Auszeichnungen und Kooperationen