Psychotherapie

Mit der Aufnahme erhält jede PatientIn eine feste BezugstherapeutIn, die DiplompsychologIn/Psycholog. PsychotherapeutIn ist und für alle weiteren Angelegenheiten der gesamten Behandlung die wichtigste AnsprechpartnerIn ist. In der Regel führt diese die Einzel-und Gruppenpsychotherapie durch, erhebt sich lebensgeschichtlichen Daten, vereinbart individuelle Therapieziele und begleitet kontinuierlich den Veränderungsprozeß.

Daneben gibt es je nach eigenen Themen und Erfordernisse eine Palette von sog. Indikationsgruppen zu den Themen: 

  • Angst,
  • Depression,
  • Persönlichkeitsstörungen I  ( emotional instabil/borderline)
  • Persönlichkeitsstörungen II ( narzistisch/dissozial), 
  • Aufmerksamkeitsstörungen (ADHS),
  • Migration,
  • Anti-Aggressionstraining, 
  • Bewerbertraining und 
  • Achtsamkeitstraining/Sinnesschulung.
  • Nichtrauchertraining

Zu einem bestimmten Zeitpunkt der Behandlung wird ein 4-Tage-Intensiv-Workshop "Rückfallmanagement" ( inclusive Expositionsbehandlung live) und eine orientierende "Nachsorgegruppe" angeboten.

Übersicht:

  • Diagnostische Erfassung von Begleit- und Folgeerkrankungen
  • Orientierungsphase (Motivationale Prüfung)
  • Feste BezugstherapeutIn für Einzel- und Gruppentherapie
  • Regelmäßige einzelpsychotherapeutische Behandlung komorbider Störungen
  • Bezugsgruppentherapie auf Basis neuropsychologischer Erkenntnisse (Gruppengröße. 8 P.)
  • Störungsspezifische Indikationsgruppen (z.B. Depression, Angst, ADHS, Persönlichkeitsstörungen)
  • Therapeutische Gemeinschaft als Wirkvariable
  • Freiwillig ist die Teilnahme an einer kontinuierlichen, angeleiteten ZEN-Meditation.

                                                

Bezugsgruppentherapie

Durch die Begegnung mit gleichermaßen Betroffenen in der Gruppe soll in erster Linie eine bessere Annahme der eigenen Problematik und der eigenen Person erzielt werden. Man kann dabei erkennen, dass man mit seinen Schwierigkeiten nicht alleine dasteht; und darin gar nicht so einzigartig ist, wie man bisher vielleicht befürchtet hat. Allein die zunehmende Fähigkeit, ohne peinliche Gefühle und mit Verständnis beim Gegenüber Dinge ansprechen zu können, die man so lange glaubte, vor sich und Anderen geheim halten zu müssen, befreit. Durch das Erleben, wie Andere mit ihren Problemen allmählich besser fertig werden, gewinnt man selbst Zuversicht und Motivation zur Veränderung.

Gruppenpsychotherapie stärkt die Eigenverantwortung für die Lösung der eigenen Probleme und fördert die Arbeit an den  vereinbarten Therapiezielen ( "wenn nicht ICH, wer sonst?")

In der Bezugsgruppentherapie werden schwerpunktmäßig die individuellen Hintergrundsymptomatiken und -probleme, die mit der Abhängigkeit verbunden sind, thematisiert und bearbeitet. Ein Bezug zur eigenen Lebensgeschichte und das Erkennen von bestimmten "Mustern" in Wahrnehmung, Erleben und Verhalten, deren funktionale Bedeutung sowie die Entwicklung alternativer Verhaltensweisen im Umgang mit sich selbst, dem eigenen Leben und Beziehungspartnern stehen im Fokus der therapeutischen Arbeit.

Ziele sind:

 

  • Bearbeitung alter Traumata
  • Stressbewältigung
  • emotionale Probleme
  • Partnerschaft & Kommunikation
  • Angst- und Depressionsbewältigung
  • Ziele & Werte
  • Genuss & Lebensfreude

Einzelpsychotherapie

Für eine erfolgversprechende Behandlung ist eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung entscheidend. Vor allem in den ersten Behandlungswochen fällt es manchen PatientInnen schwer, frei von sich und über die wirklichen Probleme zu sprechen. Die vertrauliche Situation der Einzelsituation kann es erleichtern, Belastungen, Sorgen, Ängste, Ärgernisse, Kränkungen oder zurückgehaltene Verzweiflung endlich einmal jemandem mitzuteilen und eventuell zu bearbeiten.

Oft gibt es auch Themen- oder Problembereiche, die so angst- oder schambesetzt sind, dass sie nur in der geschützten, offenen und vertrauensvollen Beziehung zu einer EinzeltherapeutIn besprochen werden können.

Die Einzelpsychotherapie ist immer eine Ergänzung zu der Bezugsgruppe und eine Regelleistung für alle PatientInnen. Die Intensität und Frequenz richtet sich nach Indikation ( z. B. bei Persönlichkeitsstörungen) und Bedarf.

Rückfallmanagement

Die Sondergruppe "Rückfallmanagement" findet in einem bestimmten Zeitfenster der Behandlung für jede PatientIn statt und wird in einem 4-Tage Workshop durchgeführt. Hier erlangt die PatientIn ein umfassendes Verständnis der neurobiologischen Prozesse der eigenen Suchterkrankung und entwickelt über achtsamkeitsbasierte Übungen eine andere Haltung gegenüber scheinbar automatisiert, den Drogenkonsum vorbereitenden Prozessen. Dies dient zur Bahnung der bewussten Wahrnehmung von ansonsten unbewusst handlungsleitenden Vorgängen mit dem Zweck, der PatientIn die Kontrollmöglichkeit Ihrer Handlungen zurück zu geben. In der Konfrontation mit individuell spezifischen Auslösereizen wird sie darin unterstützt, das Gefühl des Drogenverlangens wahrzunehmen, es als solches zu akzeptieren und anschließend ein Abnehmen des Verlangens nach ausreichender Konfrontation zu erleben. Für Risikosituationen arbeitet die PatientIn persönliche Alternativhandlungen zum Konsumverhalten aus, die mit ihr in Realsituationen eingeübt werden, um diese im Sinne einer neurobiologischen Bahnung zu stärken und ihre Auftretenswahrscheinlichkeit im Handeln zu erhöhen

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