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ADHS – Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung

Die Indikativgruppe ADHS richtet sich an Patienten, die an einer Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (kurz ADHS) leiden.

Menschen mit ADHS fällt es schwer, sich zu konzentrieren, wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden und Ablenkungen auszublenden (Aufmerksamkeitsstörung). Besonders bei langweiligen Tätigkeiten können sie ihre Aufmerksamkeit nicht lange genug aufrechterhalten und erscheinen deswegen häufig verträumt, vergesslich oder unorganisiert.

Menschen mit ADHS wirken häufig ruhelos, unruhig und zappelig (Hyperaktivität), es fällt ihnen schwer, sich zu entspannen und sie sind ständig auf der Suche nach neuen Anregungen. Sie haben viele Ideen gleichzeitig im Kopf, verlieren aber auch schnell wieder das Interesse.

Schon kleine Auslöser können bei Menschen mit ADHS zu raschen und ausgeprägten Stimmungswechseln führen.

Außerdem neigen Menschen mit ADHS zu impulsivem, unüberlegtem Handeln ohne Berücksichtigung von langfristigen, negativen Konsequenzen (Impulskontrollstörung).

ADHS (Auch ADD, ADS, Hyperaktivität oder Hyperkinetisches Syndrom) ist nicht nur eine Kinderkrankheit, die sich „irgendwann auswächst“. Bei bis zu 70% der Erwachsenen, die als Kinder ADHS hatten, bleiben die Symptome auch im Erwachsenenalter bestehen! Häufig „medizieren“ sich Menschen mit ADHS selbst mit Alkohol oder Drogen (z.B. Nikotin, Cannabis, Kokain). Oft können sie sich nur mit diesen Substanzen konzentrieren.

Man geht davon aus, dass ADHS eine vererbliche Stoffwechselstörung des Gehirns darstellt. ADHS ist nach heutigem Wissen nicht „heilbar“, aber man kann durchaus lernen mit den Symptomen besser umzugehen. Ergänzend dazu ist häufig eine medikamentöse Behandlung sinnvoll. Ziel der indikativen Gruppe ADHS ist es Aufmerksamkeit, Aktivitätsniveau, Impulskontrolle und Stimmungsregulation zu verbessern und so das „innere Chaos“ Schritt für Schritt durch mehr zielorientierte Selbstorganisation zu ersetzen. Neben der Bearbeitung der mit ADHS verbundenen Problembereiche, sollen auch die Besonderheiten und Stärken von Menschen mit ADHS (z.B. die erhöhte Aktivität selbst) nutzbringend eingesetzt werden.