Depressive Störungen

Die Begriffe "depressiv" und "Depression" sind so sehr Teil der Umgangssprache geworden, dass damit oft nicht mehr gemeint ist, als dass es einem nicht gut geht, dass man schlechte Laune hat, müde oder lustlos ist oder sich überfordert fühlt.

Um eine behandlungsbedürftige Depression hingegen handelt es sich dann, wenn über mindestens zwei Wochen hinweg gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit, verminderter Antrieb und Interesselosigkeit vorherrschen. Oft belasten zudem negative Gedanken bezüglich der Zukunft, verstärktes Grübeln und ein vermindertes Selbstwertgefühl. Im Zentrum steht das Gefühl, dass es nie wieder gut werden wird und niemand wirklich helfen kann, und die Gedanken kreisen um eigene Fehler und Schuld. Körperliche Symptome wie Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, ein Engegefühl in der Brust und andere mehr gehen oft mit der depressiven Stimmungslage einher. Auch viele körperlich erlebte Schmerzen, für die keine organische Ursache zu finden ist, können Ausdruck einer Depression sein. Die verschiedenen Erscheinungsformen depressiver Störungen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Entwicklung, ihres Verlaufs und der vorherrschenden Symptome.

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