Pathologisches Kaufen

 

In Deutschland wird die Zahl von Personen, die als kaufsuchtgefährdet eingestuft werden von 8% in den alten und 6% in den neuen Bundesländern geschätzt. Die Betroffene beschreiben häufig einen starken Kaufdrang und können nur selten dem Impuls einzukaufen widerstehen. Das zentrale Merkmal des pathologischen Kaufens besteht darin, dass der Akt des Kaufens von der Nutzung der Ware losgelöst ist. Die Waren werden zweckentbunden eingekauft und kaum oder gar nicht genutzt. Die gekauften Waren werden kurz nach dem Einkauf weggelegt, versteckt, gehortet oder entsorgt. Dem Reiz eines Sonderangebotes wird unmittelbar nachgegangen, ohne über Bedarf, Notwendigkeit und Kontostand nachzudenken bzw. diesen zu prüfen. Auch der Wunsch nach Besitz „Das muss ich haben“ spielt beim pathologischen Kaufen eine wichtige Rolle. Nicht nur während des Einkaufens, auch gedanklich beschäftigen sich Betroffene häufig mit Kaufimpulsen. Typische Auslöser für Kaufattacken sind negative Gefühlszustände wie Langeweile, Traurigkeit und Einsamkeit. Während des Einkaufens erleben die Betroffenen einen positiven „Kick“ oft mit suchtartigem Erleben, sie beschreiben sich wie im „Rausch“. Durch das Einkaufen wird kurzfristig ihre Stimmung und ihr Selbstwert gesteigert und dies wird wiederholt eingesetzt. Die Folgen des Einkaufens führen langfristig oft zu finanziellen Problemen wie Verschuldungen manchmal sogar zu strafrechtlichen Problemen, partnerschaftlichen und anderen sozialen Konflikten. Und nach jedem Kaufen ist der Vorsatz da, morgen höre ich auf. Aber oft dauert es lange bis Käufer eine professionelle Behandlung aufsuchen, denn sie vermeiden die Auseinandersetzung mit den Folgen des Kaufens lange aus Scham.

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