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Rückfallbehandlung

Etwa die Hälfte aller Suchtpatienten wird nach einer Behandlung erneut rückfällig. Langzeitstudien belegen allerdings eindrucksvoll, dass Rückfälle in der Regel kein prinzipielles Scheitern der Betroffenen bedeuten. Sie stellen vielmehr normale Vorgänge auf dem Weg zu lebenslanger Abstinenz dar und sind in erster Linie Ausdruck kurzfristiger Überforderung in konkreten Risiko- und Belastungssituationen.
Entsprechend muss nach einem Rückfall nicht wieder mit einer langwierigen Behandlung von vorn begonnen werden, vielmehr konzentriert sich die Rückfallbehandlung in der salus klinik Lindow gezielt auf die suchtmittelfreie Bewältigung von persönlich relevanten Rückfallrisikosituationen und die Schaffung von eines abstinenzverstärkenden Lebensstils.
Um möglichst unmittelbar an dem früheren Behandlungsversuchen anknüpfen zu können, erfolgt die erneute Behandlung von Therapiewiederholern nach Möglichkeit wieder durch den selben Bezugstherapeuten der salus klinik Lindow.

Bericht eines Betroffenen

„Nach meiner ersten Behandlung ging zunächst alles gut. Ich habe nichts getrunken und langsam angefangen, mein Leben aufzuräumen. Das war schwer, aber ich habe Fortschritte gemacht. Ich habe sogar einen Aushilfsjob gefunden. Da war ich mächtig stolz drauf. So richtig kann ich es gar nicht erklären, aber eines Abends war ich im Kreis meiner Kumpels und da wollte ich mich nicht länger ausschließen und habe ein Glas mitgetrunken. Leider blieb es nicht bei einem Glas. Irgendwann habe ich mir dann gesagt, jetzt ist eh alles egal. Ich war enttäuscht von mir, außerdem bekam ich von allen Seiten Vorwürfe. Ich wollte auch lange nicht in eine Behandlung, weil eigentlich weiß ich doch alles, was sollen die mir Neues sagen?."

Literaturtipp:

Körkel, J. (2003): Der Rückfall muss keine Katastrophe sein. Blaukreuz Verlag: Wuppertal.