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Bezugsgruppentherapie

Ein Bezugstherapeut betreut in der Regel 10 Patienten, die er mindestens 4x pro Woche zu einer jeweils 90 minütigen Gruppentherapiesitzung trifft. Je nach Einzelfall kann der Nutzen der Gruppentherapie für einen Patienten ganz unterschiedlich sein.

Es kann darum gehen:

  • von den Mitpatienten Rückmeldung über das eigene Verhalten zu erhalten,emotionale Entlastung durch den Austausch mit  „Schicksalskollegen“ zu erleben
  • Überlegungen oder Gefühle anderen Menschen anvertrauen zu lernen,
  • Selbstsicherheit und Selbstbehauptung in der Gruppe zu erproben bzw. zu steigern,
  • durch die Veröffentlichung eigener Vorhaben eine erhöhte Selbstverpflichtung einzugehen,
  • unmittelbare Solidarität, Unterstützung und Hilfe durch Mitpatienten zu erfahren.

Häufige Themen der Bezugsgruppentherapie sind beispielsweise:

  • Darstellung der eigenen Abhängigkeitsentwicklung
  • Auseinandersetzung mit Abwehrmechanismen und Vermeidungsverhalten
  • Erkennen von persönlich relevanten Rückfallrisikosituationen
  • Entwicklung eines Abhängigkeitsverständnisses
  • Erarbeitung von persönlichen Therapiezielen und Aufstellung der individuellen Therapieplans
  • Aufstellung eines Notfallplans im Falle eines Rückfalls
  • Ablehnungstraining von Suchtmittelangeboten
  • Planung und Auswertung von Erprobungsheimfahrten
  • Argumente für Abstinenz vertreten
  • Therapiezwischenbilanz
  • Problemlösetraining
  • Vorbereitung auf das erste Jahr nach Entlassung

Literaturtipp

Lindenmeyer, J. (2016). Alkoholabhängigkeit. Hogrefe: Göttingen.