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Rückfallprävention

Studien zum Rückfallgeschehen kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass es "die" Rückfallursache nicht gibt. Statt dessen läßt sich die Entstehung eines Rückfalls als Folge von mangelnder Selbstwirksamkeitsüberzeugung und unzureichenden Bewältigungsfähigkeiten der Betroffenen in individuell relevanten Risikosituationen beschreiben. Zusätzlich wird die Abstinenzfähigkeit der Betroffenen in Risikosituationen sowohl durch klassisch konditionierte Reaktionsweisen, als auch durch ein selbst nach langfristiger Abstinenz sofort aktivierbares alkoholbezogenes semantisches Netzwerk (sog. „Suchtgedächtnis„) beeinträchtigt. Die Zeit der größten Rückfallgefährdung besteht innerhalb des ersten Jahres nach Abschluss einer Behandlung.
Zentrales Anliegen der Rückfallprävention ist eine systematische Vorbereitung der Patienten auf die kritische Zeit des ersten Jahres nach Abschluss der stationären Behandlung sowie die Erhöhung der Bewältigungskompetenz von individuell relevanten Rückfallrisikosituationen.