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Bezugsgruppentherapie

Jeder Therapietag beginnt mit einer 90-minütigen Gruppentherapie, die sich aus den Patienten eines Bezugstherapeuten zusammensetzt. Je nach Einzelfall kann der Nutzen der Gruppentherapie für einen Patienten ganz unterschiedlich sein.

Es kann darum gehen:

  • von den Mitpatienten Rückmeldung über das eigene Verhalten zu erhalten,emotionale Entlastung durch den Austausch mit  „Schicksalskollegen“ zu erleben
  • Überlegungen oder Gefühle anderen Menschen anvertrauen zu lernen,
  • Selbstsicherheit und Selbstbehauptung in der Gruppe zu erproben bzw. zu steigern,
  • durch die Veröffentlichung eigener Vorhaben eine erhöhte Selbstverpflichtung einzugehen,
  • unmittelbare Solidarität, Unterstützung und Hilfe durch Mitpatienten zu erfahren.

Häufige Themen der Bezugsgruppentherapie sind beispielsweise:

  • Darstellung der eigenen Abhängigkeitsentwicklung
  • Auseinandersetzung mit Abwehrmechanismen und Vermeidungsverhalten
  • Erkennen von persönlich relevanten Rückfallrisikosituationen
  • Entwicklung eines Abhängigkeitsverständnisses
  • Erarbeitung von persönlichen Therapiezielen und Aufstellung der individuellen Therapieplans
  • Aufstellung eines Notfallplans im Falle eines Rückfalls
  • Ablehnungstraining von Suchtmittelangeboten
  • Planung und Auswertung von Erprobungsheimfahrten
  • Argumente für Abstinenz vertreten
  • Therapiezwischenbilanz
  • Problemlösetraining
  • Vorbereitung auf das erste Jahr nach Entlassung

Literaturtipp

Lindenmeyer, J. (2016). Alkoholabhängigkeit. Hogrefe: Göttingen.