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Eigenverantwortung

Häufig befinden sich Patienten mit einer Suchterkrankung in einem Ambivalenzkonflikt zwischen einem ausgeprägten Änderungsbegehren und dem Bedürfnis nach Bewahrung vorhandener Einstellungen, Gewohnheiten und Verhaltensweisen. Der Erfolg einer Behandlung hängt wesentlich davon ab, ob es gelingt, vorhandene Ambivalenzkonflikte möglichst vor Beginn der eigentlichen Interventionen offen anzusprechen. Vor diesem Hintergrund wird die Bedeutung der informierten und freiwilligen Therapieentscheidung der Patienten („informed consent“) deutlich: Nur Patienten, die sich informiert und freiwillig für eine Verhaltensänderung entscheiden, werden dies auf Dauer tun. Konfrontatives Therapeutenverhalten ist hierbei wenig effektiv.

Unsere therapeutische Grundhaltung ist das Verhandeln von Therapiezielen und Therapiemaßnahmen mit unseren Patienten. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, Patienten zur aktiven und selbstgewollten Teilnahme an den indizierten Therapiemaßnahmen zu motivieren. Gemeinsam mit den Patienten wird auf der Grundlage einer umfangreichen medizinischen und psychologischen Diagnostik das Für und Wider verschiedener Erklärungs- und Behandlungsmöglichkeiten detailliert erörtert und schließlich ein konkreter Behandlungsplan vereinbart.