facebook icon-events icon-facebook icon-jobs icon-level-up icon-logo-global icon-menu-hamburger icon-news icon-raute

Pathologisches Glücksspielen

inklusive Sportwetten und Online-Glücksspiel, mit oder ohne einer stoffgebundene Abhängigkeit

Glücksspiel ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig und durch die rasante Entwicklung des Internets jederzeit verfügbar. Neben klassischen Angeboten haben sich in den letzten Jahren (nicht zuletzt durch die COVID-19-Pandemie) insbesondere Online-Casinos, Sport- und Livewetten etabliert; zugleich verschwimmen die Grenzen zu digitalen Spielformen zunehmend. Glücksspielähnliche Mechanismen finden sich heute auch im Gaming, etwa in Form von Lootboxen, In-Game-Käufen oder zufallsbasierten Belohnungssystemen. Der Mechanismus bleibt der gleiche: die Aussicht auf schnellen Gewinn bei geringem Aufwand begünstigt einen fließenden Übergang von kontrolliertem Spiel zu einem abhängigen Verhalten. Viele Betroffene erleben zunächst einzelne Verluste, reagieren mit weiterem Spielen oder Wetten und geraten zunehmend in einen Kreislauf aus Kontrollverlust, Verheimlichung sowie finanzieller und psychosozialer Belastung. Häufig tritt pathologisches Glücksspiel gemeinsam mit substanzgebundenen Abhängigkeiten auf, typischerweise mit Alkohol-, Kokain- oder Stimulanzienkonsum, der das Spielverhalten zusätzlich enthemmen kann.

Da das pathologische Glücksspielen oft tief im Alltag verwurzelt ist, benötigt diese Zielgruppe ein hochspezifiziertes Behandlungsangebot, das den wissenschaftlichen Fortschritten in diesem Bereich gerecht wird. Dazu gehört auch die Entwicklung, dass wir Betroffene mit Pathologischem Glücksspielen OHNE eine komorbide stoffgebundene Sucht (z.B. Kokain, Alkohol) in unserer Suchtabteilung behandeln.

Besonderheiten unseres Angebots:

  • Spezialisierte Fachgruppe: Die Behandlung findet in einer Gruppe statt, die explizit auf pathologisches Glücksspielen ausgerichtet ist und von spezifisch fortgebildeten Psychotherapeut:innen und Suchttherapeut:innen geleitet wird.
  • Therapiedauer: Die reguläre Behandlungszeit beträgt 10 Wochen.
  • Behandlungsschwerpunkte: Im Fokus stehen der Aufbau eines angemessenen Umgangs mit Geld (Finanzkontrollen), Schuldenregulierung (z. B. Schuldnerberatung, Privatinsolvenz), Spielerschutz (OASIS) und die Erarbeitung alternativer Verhaltensweisen zum Pathologischen Glücksspielen sowie die Analyse der individuellen Funktion des pathologischen Glücksspielens, Angehörigenarbeit, Rückfallvermeidungsstrategien, Ausführliche Nachsorgeplanung (gegebenenfalls Adaption) Regelmäßige Belastungserprobungen im häuslichen Umfeld unterstützen unsere Rehabilitand*innen bei der Umsetzung des Gelernten in den Alltag.

Kombination mit stoffgebundenen Suchterkrankungen: Eine Pathologische Glücksspielsucht kann auch gemeinsam mit einer Abhängigkeit von Substanzen (z. B. Alkohol oder Drogen) auftreten. In diesen Fällen bieten wir ebenfalls eine umfassende Behandlung an. Aufgrund des erweiterten therapeutischen Fokus beträgt die Behandlungszeit hier, je nach primärer Substanz, 13 oder 22 Wochen.

Haben Sie Fragen?

Wenn Sie Fragen zu unserem Behandlungsangebot haben, zögern Sie bitte nicht, Kontakt zu uns aufzunehmen.
Wir beraten Sie gerne zu den Voraussetzungen und dem Antragsverfahren.

Sandra Fisch und Fenia Yvonne Körner
Koordination & Information
Tel. 02233-8081823
Mail: ki@salus-huerth.de