facebookicon-eventsicon-facebookicon-jobsicon-level-upicon-logo-globalicon-menu-hamburgericon-newsicon-raute

15.08.2018

Pathologisches Glücksspielen: Partnerschaft und Geschlecht

Sucht, 63, S. 145-156

Koschel O., Lindenmeyer J., Heinrich N.

Die Studie an 392 Patienten der salus klinik Lindow untersucht erstmals im deutschsprachigen Raum die Partnerschaftszufriedenheit bei Pathologischen Glücksspielern. 52,6% der Befragten befanden sich in fester Partnerschaft. Bei ihnen zeigten sich leichte Einbußen in der Partnerschaftszufriedenheit im Vergleich zu einer gesunden Normstichprobe, was v.a. auf deutliche Defizite im Streitverhalten zurückzuführen war. Insgesamt gaben Frauen eine signifikant höhere psychische Belastung an als Männer. In einer Regressionsanalyse zeigte sich dagegen kein Zusammenhang zwischen dem Partnerschaftsstatus der Patienten und dem Ausmaß an subjektiv erlebter psychischer Belastung. Eine Partnerschaft stellt offenbar nicht automatisch eine hilfreiche Ressource dar. Bei dem Einbezug von Partnern in die Behandlung sollte der Schwerpunkt auf einer Verbesserung des Streitverhaltens liegen.