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Impulskontrolle

Wenn Glücksspielsucht, Kaufsucht, Computerspiel-sucht und Internetsucht Leiden schaffen.

Mit diesen Begriffen werden Störungen bezeichnet, bei denen das jeweilige Verhalten, wie Glücksspielen, Einkaufen, Computerspielen und Internetkonsum, ein solches Ausmaß annimmt, dass es deswegen zu ernsthaften Nachteilen kommt.

Pathologisches Glücksspiel

"Glücksspielsucht"

Das Leben pathologischer Glücksspieler ist vom Spielen geprägt. Die Spieler beschäftigen sich gedanklich mit dem Glücksspiel auch dann, wenn sie gerade nicht spielen. Sie denken häufig über Spieltechniken, Gewinnmöglichkeiten oder Geldbeschaffung nach. Und bei Verlusten versuchen Spieler, diese durch erneutes Spielen hereinzuholen. Der Spieleinsatz und die Häufigkeit des Glücksspielens steigen. Die Folgen, nämlich die Verluste, werden vor den Angehörigen verheimlicht. Geld wird zum Spielgeld. Trotz der Folgen des Glücksspielens wie Verarmung, Verlust des Arbeitsplatzes und die Zerrüttung der persönlichen Beziehungen spielt der Spieler weiter. Teilweise wird der Spieler kriminell, um Geld fürs Spielen zu haben. Die Auseinandersetzung mit ihrer Krankheit schieben Spieler zumeist so lange auf, bis es zu einer Krise kommt.

Pathologisches Kaufen

"Kaufsucht"

„Ich kauf mir was, Kaufen macht so viel Spaß…“. Pathologisches Kaufverhalten zeichnet sich dadurch aus, dass die Betroffenen sich häufig mit dem Erwerb von Waren (Bücher, Kleidung, Schuhe, CDs, Sportartikel etc.) belohnen. Das Kaufen wird zur Stimmungssteigerung eingesetzt, und die bestehende getrübte Stimmung tritt dadurch in den Hintergrund. Sie sind für eine kurze Zeit im „Kaufrausch“. Der Akt des Kaufens richtet sich nicht nach der Nutzung der Ware. Die gekauften Waren werden weggelegt, versteckt, gehortet oder entsorgt. Und nach jedem Kaufen ist der Vorsatz da: Morgen höre ich auf. Die Folgen werden ausgeblendet bzw. „vergessen“, es kommt zu sozialen, beruflichen oder finanziellen Problemen wie z. B. Verschuldung. Die Käufer vermeiden die Auseinandersetzung mit den Folgen des Kaufens aus Scham. Der Druck zu kaufen steigt, die negativen Konsequenzen auch. 

Pathologischer PC - und Internetgebrauch

"Computer- und Internetsucht"

Die Computernutzung, insbesondere das Computerspielen von Online-Rollenspielen oder das Chatten und Surfen im Internet wird zum Mittelpunkt des Lebens. Tag und Nacht werden oft damit ausgefüllt. Die positive Erregung, das Abenteuer und die Anerkennung werden in der virtuellen Welt schneller erreicht als im realen Leben, und die Sorgen und Frustrationen aus der realen Welt treten in den Hintergrund. Die Onlinezeiten steigern sich. Die virtuelle Welt ersetzt immer mehr die reale. Bindungen, Schule, Ausbildung und Beruf werden vernachlässigt oder abgebrochen. Das reale Leben mit seinen Anforderungen wird zur Bedrohung, und die Kluft zwischen dem, wie ich gerne wäre und wie ich bin, ist scheinbar nicht zu überwinden.