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Schmerzstörungen

Unter diesem Begriff werden keine akuten körperlichen Schmerzen, Warnsignale wie bei einer Blinddarmentzündung oder einer Verbrennung, zusammengefasst, sondern verschiedene Erkrankungen, die mit chronischen, d.h. seit mindestens drei bis sechs Monaten bestehenden entweder andauernden oder immer wiederkehrenden körperlich erlebten Schmerzen einhergehen. Dabei hat der Schmerz seine Funktion als Warnsignal verloren, sein Erleben und Erleiden bestimmten den Lebensalltag.

Beispiele für Schmerzstörungen sind:

Migräne, Spannungskopfschmerz, durch Medikamente hervorgerufener Kopfschmerz, Rückenschmerzen, Fibromyalgie, Phantomschmerzen, körperlich erlebte Schmerzen ohne nachweisbare, erklärende körperliche Ursache (sog. somatoforme Schmerzstörungen).

Bericht eines Betroffenen:

"Wegen der mal schwächeren, mal schlimmsten Schmerzen suche ich Hilfe und Rat. Ich klammere mich an dieses oder jenes Patentrezept und habe eine richtige Odyssee verschiedener Behandlungsversuche hinter mir. Mit der Zeit werde ich immer hoffnungsloser, hilfloser, z.T. auch ärgerlich und frustriert. Manchmal schränken meine Schmerzen dann meine Arbeitsfähigkeit ein, ich bin nicht mehr so leistungsfähig und belastbar und muss mir deshalb Sorgen um meinen Arbeitsplatz machen. Wenn es so weitergeht sehe ich in der Berentung den einzigen Ausweg. Auch mein Privatleben ist sehr beeinträchtigt, ich habe keine Lust mehr oder keine Kraft mehr für die Menschen, die mir früher wichtig waren und es heute noch sind. Ich kann meinen Hobbys nicht mehr nachgehen, die mir früher Ausgleich und Freude bereitet haben. Ich schlafe schlechter und meine Kraft, mich auf etwas anderes als den Schmerz zu konzentrieren, lässt nach."

Literaturtipp:

Bischoff, C. & Traue, H.C. (2005). Ratgeber Kopfschmerz. Hogrefe: Göttingen.
Kröner-Herwig, B. (2004). Ratgeber Rückenschmerz. Informationen für Betroffene und deren Angehörige. Hogrefe: Göttingen.