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Kognitives Kontrolltraining bei Depression

1. Beteiligte:

J. Lindenmeyer, E. Becker, R. De Raedt, S. Mühlig

2. Fragestellung:

Es gibt viele Gründe für die Persistenz der Depression, aber eine wichtige Rolle scheinen informationsverarbeitende Prozesse zu spielen. Eine besondere Rolle scheint dabei dem DLPFC (dorso-lateraler,-präfrontaler Cortex) zuzukommen, der bei Depressiven weniger aktiv ist.  

Ein Kognitives Kontroll-Training (KKT, Siegle, 2007), eine „Unterart“ der Cognitive Bias Modification Programme, das auf die Aktivierung dieses Areal abzielt, könnte eine neue Therapiemöglichkeit für Patienten mit Depressionen darzustellen. Das Kognitive-Kontroll-Training basiert auf einer Computeraufgabe, der sog. Paced Auditory Serial Addition Task (PASAT, Gronwall, 1977), bei der die Testpersonen 20 min lang eine soeben gehörte Zahl zur vorher gehörten Zahl hinzu addieren müssen (siehe unten).  Hierdurch wird versucht, die Aktivität im DLPFC zu erhöhen. Durch KKT wird versucht, die Aktivität in dieser Hirnregion zu erhöhen. Dies soll zu besserer Kontrolle über negative Gedanken führen, und damit zu weniger Grübeln und einer Verminderung der depressiven Symptome.

Es handelt sich um eine randomisierte Kontrollstudie:  Depressive Patienten werden (zusätzlich zur Standardbehandlung) zufällig entweder zum KKT oder einem Placebotraining eingeteilt. Wir planen, 100 Patienten zu testen, dies ist in Lindow in ca. 2 Jahren möglich.

3. Zeitraum:

Sept. 2015 - Sept. 2017.

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