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Weitere psychische Störungen (Komorbidität)

Etwa die Hälfte unserer Suchtpatienten leiden unter weiteren psychischen Störungen. Die häufigsten sog. Komorbiditätsstörungen sind: Angststörungen, Depressive Erkrankungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, chronische Schmerzen und Persönlichkeitsstörungen.

Häufig glauben die Betroffenen fälschlicher Weise, durch eine erfolgreiche Behandlung dieser Störungen würde ihr Suchtproblem von allein verschwinden. Dies ist in der Regel aber nicht der Fall, weil sich die Sucht längst verselbständigt hat. Andererseits kann eine Behandlung der Sucht nur bei gleichzeitiger Behandlung der zusätzlichen psychischen Beschwerden erfolgreich sein. Im konkreten Einzelfall ist abzuklären, ob die Komorbiditätsstörung

  • eher eine Folge der Suchterkrankung darstellt
  • eher einen Auslöser für die Entstehung/Aufrechterhaltung  der Suchtentwicklung darstellt
  • eher unabhängig von der Suchterkrankung ist.

Die salus klinik Lindow verfügt durch ihre Psychosomatikabteilung über geeignete Therapieangebote zur Behandlung einer Vielzahl von Komorbiditätsstörungen bei Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit.

Eine akute Psychose stellt allerdings eine Kontraindikation für eine Behandlung in der salus klinik Lindow dar.

Bericht eines Betroffenen

„Ich leide unter plötzlich auftretenden Angstattacken. Ganz schlimm ist es in engeren Räumen oder wo viele Menschen sind. Überall, wo ich nicht sofort raus kann. Nur unter Alkohol kann ich überhaupt noch mein Zuhause verlassen. Ohne Alkohol kommen sofort die Ängste. Eine reine Entwöhnungsbehandlung kann bei mir nicht funktionieren. Ich muss meine Ängste loswerden, sonst kann ich vom Alkohol nicht lassen.“

Literaturtipp:
Moggi, F. & Donati, R. (2003). Psychische Störungen und Sucht: Doppeldiagnosen. Hogrefe: Göttingen.