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Work hardening

In der Behandlung von chronischen Schmerzen vollzieht sich in den letzten Jahren auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse ein grundlegender Wandel. Sog. „Schonkonzepte“ werden von aktivierenden Maßnahmen abgelöst, um so die physiologische Sensibilisierung der Patienten gegenüber Schmerzreizen wieder gezielt zu verringern. Entscheidend ist, dass Patienten dazu ermutigt werden, Bewegungsabläufe auch bei auftretenden Schmerzen regulär zu beenden, da nur dadurch bildlich gesprochen die alten Schmerzspuren im sog. „Schmerzgedächtnis“ gelöscht und durch neue Schmerzspuren überschrieben werden können.

Die Arbeit nach dem Work hardening Konzept setzt eine gründliche medizinische Untersuchung voraus, um jegliche körperliche Schädigung durch Belastung ausschließen zu können. Zentrales Anliegen des Work hardening Konzepts ist, dem Patienten (wieder) die erfolgreiche Teilnahme an einem ganztägigen Trainingsprogramm in der Sport- und Arbeitstherapie zu ermöglichen. Hierzu werden in den einzelnen Einheiten realistische Leistungsziele festgelegt, die unabhängig von auftretenden Schmerzen zu absolvieren sind. Nur so können Patienten die befreiende Erfahrung machen, dass ihre Schmerzen trotz Belastung nachlassen und sich dadurch ihr Verhaltens- und Bewegungsspielraum wieder erweitert.